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Gewürze von A-Z



Sie sind mehr als reine Geschmackssache, denn Gewürze sind Gaumenkitzel, Appetitanreger und Heilmittel zugleich. Kommen Sie mit auf eine Reise um die Welt, und lernen Sie die kleinen Wohltäter - von Anis bis Zimt - genauer kennen.

Zimt: Getrocknete Innenrinde des Zimtstrauches bzw. -baumes. Hocharomatisch, fein und lieblich im1 Geschmack sind die zarten und hellbraunen Stangen des Ceylon-Zimt Cassia- oder China-Zimt ist dunkler, derber und würziger, wird deshalb nur gemahlen angeboten. Für Gebäck und Süßspeisen, in der indischen und arabischen Küche auch für Fleisch.

Wacholderbeeren: Bitter-harzige Früchte eines in Mitteleuropa heimischen Zypressengewächses. Für Sauerkraut, Wild, Fischsud, Marinaden & Beizen.

Chilis: Kleine höllisch scharfe Verwandte des Gewürzpaprika aus Lateinamerika. Getrocknet und gemahlen als Cayennepfeffer geben sie Fleisch, Fisch und Eintöpfen Pep. Chilipulver ist eine etwas mildere Gewürzmischung.

Sternanis: Sternförmige Sammelfrüchte mit nach Anis duftenden, brennend würzigen Samen. Wachsen an immergrünen Bäumen, die in Südchina zu Hause sind. Köstlich in Grog, Pflaumenmus, Weihnachtskeksen oder Rotkohl.

Kümmel: Angenehm scharfe und doch süßliche Saat der mitteleuropäischen Kümmelpflanze. Passt prima zu Kartoffeln und Kohl, Gulasch, Schweine-, Lamm- und Gänsebraten, Quark, Käse-'X Wurstsalat sowie Brot.

Pfeffer: Ob schwarz, grün oder weiß, stets handelt es sich um die Beeren des indischen Kletterstrauches. Die unreif geernteten grünen Früchte werden beim Trocknen runzelig und schwarz. Schwarzer Pfeffer ist gut für dunkles Fleisch, Wild und deftige Eintöpfe. Grüner Pfeffer, in Lake oder gefriergetrocknet, ist mildaromatisch und würzt unzerkleinert Tatar, Lamm, Steaks, Ragouts oder Rahmsoßen. Weißer Pfeffer wird aus den roten, fast reifen Beeren gewonnen, indem man die Fruchtschale vor dem Trocknen entfernt. Ist milder und aromatischer als schwarzer, ideal für Fisch, helles Fleisch und helle Soßen. Der dekorative rosa Pfeffer (rosa Beeren) ist gar kein Pfeffer, sondern die süßscharfe Frucht des peruanischen Schinus- Baumes.

Vanille: Die schotenförmigen Früchte einer Kletterorchidee werden kurz vor der Reife geerntet. Erst durch Fermentation werden sie dunkel, fettig glänzend und entwickeln ihr typisches Aroma. Verfeinert viele Süßspeisen und Gebäck.

Senf, ursprünglich aus Westasien, wird heute auch bei uns angebaut. Die rettichscharfen Körner werden zu Tafelsenf verarbeitet oder würzen Marinaden, eingelegtes Gemüse und Wurst. Senfpulver gibt Suppen, Soßen, Fleisch und süßsauren Früchten pikanten Pfiff.

Nelken sind getrocknete Blütenknospen des tropischen Nelkenbaumes. Mit ihrem feurig würzigen, süßlichen Aroma würzen sie eingelegtes Obst und Gemüse, Rotkohl, Fischsud, Schweinebraten, Glühwein und Punsch, Gebäck und Pasteten.

Curry besteht aus 10 bis 20 Gewürzen. Kurkuma, Koriander, Kreuzkümmel, Chili, Piment, Ingwer und Muskat gehören stets dazu. Gibt's von mild-aromatisch bis würzig-scharf. Als Gewürzmischung und - Zubereitung (s. Kasten) im Handel. Für Reis, Geflügel, Lamm, Fisch & Gemüse.

Ingwer: Mit ihrem brennenden, leicht süßlichen Aroma ist die Wurzel der tropischen Ingwerpflanze für Fleisch-, Gemüse- und Fischgerichte der asiatischen Küche unerlässlich. Auch als Backzutat beliebt. Frisch, getrocknet, pulverisiert und kandiert im Handel.

Lorbeer: Getrocknete Blätter des aus Kleinasien stammenden Lorbeerbaumes, herbwürzig und leicht bitter. Für Suppen, Fisch-und Fleischsud, Sauer- und Schmorbraten, Wild, Sülzen und Marinaden.

Macis ist der getrocknete Samenmantel der Muskatnuss. Er schmeckt noch feiner und lieblicher als die 'Nuss'. Prima für Süßspeisen und Gebäck, feine Bouillons und Gemüse.

Anis, eines der ältesten Gewürze, ist im östlichen Mittelmeergebiet beheimatet. Die süßlich herben Spaltfrüchte einer Doldenpflanze sind ein Muss in der Weihnachtsbäckerei. Eine Prise verfeinert Pfannkuchen, süße Milch- und Reisspeisen, Geflügel, Rotkohl und Karotten.

Safran: Blütennarben der gleichnamigen Krokusart. Die Fäden werden von Hand geerntet, was den aromatisch herben Safran zum teuersten Gewürz der Welt macht. Er wird zum Gelbfärben und Würzen von Brühen, Soßen, Reis (Paella), Lamm, Geflügel, Süßspeisen und Kuchen verwendet.

Kardamom ist die getrocknete Fruchtkapsel einer indischen Ingwerpflanze. Sein Aroma ist feurig würzig. Er wird vor allem für (weihnachtliche) Backwaren und zur Herstellung von Wurst verwendet.

Koriander: Die Samen des am Mittelmeer heimischen 'Wanzendills' sind feinwürzig und süßlichscharf. Für Weihnachtsgegebäck, Brot, Apfelspeisen, süß-sauer Eingelegtes, Kartoffeln, Kohl und Hülsenfrüchte.

Kreuzkümmel: Die Samen der in Ostasien und am Mittelmeer angebauten Pflanze ähneln dem gemeinen Kümmel, schmecken aber intensiver. Er wird in Curry-und Fleischgerichten geschätzt. In den USA ein Wurst- und in Holland ein Käsegewürz.

Kurkuma (Gelbwurz), der zu Pulver gemahlene Wurzelstock eines südasiatischen Ingwergewächses, gibt Curry die intensiv gelbe Farbe. Das leicht herbe Gewürz aromatisiert und färbt Reisgerichte und Soßen zu Fisch, Meeresfrüchten, Eiern und Geflügel.

Piment stammt aus dem tropischen Mittelamerika. Die Körner duften nach > Nelken, Muskat und Zimt, schmecken nelkenähnlich mit leichter Pfefferschärfe. Für Fisch, Fleisch, Wurst, Weihnachtsgebäck und Kompott.

Paprika: Gewürzpaprika wurde von Columbus nach Europa gebracht und hat in Ungarn lange Tradition. In verschiedenen Schärfegraden im Handel: milder Delikatess-, mittelscharfer Edelsüß-, scharfer Rosen- Paprika. Ein Muss für Gulasch, aber auch prima für andere Fleischspeisen, Eier-und Käsegerichte.

Muskatnuss: Samenkerne des von den Molukken stammenden Muskatnussbaumes. Ihr süßlich-bitteres, würzigscharfes Aroma passt zu Gemüse, hellen Soßen, Rahmsuppen, Reis-, Kartoffel-, Käse- und hellen Fleischgerichten, Gebäck, Kompott und Süßspeisen.

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