Grundlagen, Informationen

Topinambur



Bis er von der Kartoffel verdrängt wurde, war Topinambur in Europa lange ein Grundnahrungsmittel, Kein Wunder: Er ist vielseitig und gesund.

Einkauf & Lagerung: Man bekommt ihn auf Märkten, in Gemüse- oder Bioläden. Achten Sie beim Kauf auf feste Knollen, ohne Stellen oder Schimmel. Maximal 3 Tage im Gemüsefach des Kühlschranks lagerfähig. Schrumpelt schnell.

Da steckt Gutes drin: Topinambur gehört zu den kaliumreichsten Gemüsen überhaupt. Daneben sind Calcium, Eisen, Silizium (Kieselsäure) und B-Vitamine enthalten. Eine Besonderheit ist der Inhaltsstoff 'Inulin', ein Kohlenhydrat, das von Diabetikern gut vertragen wird und den Blutzuckerspiegel positiv beeinflusst.

So schmeckt er am besten: Mit Zitrone, Salz, Pfeffer, Kümmel, Muskat, Honig/Ahornsirup gewürzt. Verfeinert mit Sahne, Creme fraîche oder Butter.

Viele Farben und Formen: Die Knollen haben eine Größe von 4-10 cm und meist eine unebene Schale. Hellbraune Sorten sind besonders knubbelig, dafür schmackhafter. Rotschalige werden meist später im Winter geerntet. Das Fleisch variiert von weiß, gelb, bräunlich, rötlich bis violett.

STECKBRIEF: Andere Bezeichnungen: Erdartischocke, Erdbirne, Ewigkeitskartoffel, kleine Sonnenblume, Indianerknolle, Badische Kartoffel. Botanik: mehrjähriger Korbblütler; verwandt mit der einjährigen Sonnenblume. Herkunftsländer: Deutschland (v. a. Baden, Brandenburg, Niedersachsen), Holland. Saison: Ernte von Oktober bis Mai. Verwendung: roh geraspelt als Salat, gegart als Püree, Cremesuppe, Gemüsebeilage, Gratin, Puffer, knusprig in Fett ausgebacken.

Der richtige Umgang mit Topinambur: Die oft sehr schmutzigen, schuppigen Knollen mit einer Bürste unter Wasser gründlich schrubben. Relativ glatte Exemplare kann man mit dem Sparschäler roh schälen. Dann z. B. für Salate raspeln. Weniger mühsam: Knollen garen, abschrecken und die Schale wie bei Pellkartoffeln abziehen.

Die geschälten Knollen in Scheiben (für Gratin, zum Braten) oder Würfel schneiden (z. B. für Eintöpfe). Für Suppen und Pürees Stücke 8-10 Minuten weich kochen. Mit dem Schneidstab pürieren. Als knusprige Chips: Scheiben in heißem Öl von beiden Seiten braun braten, dabei vorsichtig wenden.

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