Ob schwarz, ob weiß, diese Beeren sind nicht nur super aromatisch, ihnen stecken auch jede Menge
Vitalstoffe - also: zugreifen!
Handarbeit ist bei der Johannisbeerernte nötig, denn die Früchte sind sehr druckempfindlich. Die Rispen
werden deshalb direkt in die Verkaufs-schälchen gepflückt. Schwärze-Johannisbeersträucher riechen bei
Berührung stark, die Beeren schmecken herb-aromatisch. In Mischungen daher sparsam verwenden. Rote
Johannisbeeren sind intensiv säuerlich-süß und besonders saftig. Die weißen hingegen schmecken mild
und süßer, enthalten aber mehr winzige Kernchen. Sie werden nur selten erwerbsmäßig angebaut.
So gehen Sie mit Johannisbeeren richtig um:
Erst direkt vor der Verarbeitung in stehendem Wasser vorsichtig waschen. Im Sieb abtropfen lassen.
Rispen oben festhalten, dann die Beeren mit den Zinken einer Gabel nach unten hin abstreifen.
Sind die Beeren sehr reif, gehen die kleinen Stielchen gleich mit ab. Sonst evtl. einzeln nachputzen. Lose
oder an Rispen einfrieren-gefroren kann man die Beeren gut mit der Hand von den Rispen zupfen.
Jostabeeren sind eine aromatische Kreuzung aus Stachel- und schwarzer Johannisbeere. Sie schmecken
pur, als Gelee oder in Kuchen, sind im Handel aber kaum zu finden.
Steckbrief:
ANDERE NAMEN: Träuble. Schwarze Johannisbeeren werden außerdem Wanzen- oder Gichtbeeren,
weiße auch Champagnerbeeren genannt.
BOTANIK: Gehören zur Familie der Stachelbeergewächse.
HERKUNFT: Hauptsächlich aus Deutschland. Importe aus den Niederlanden, Belgien, Frankreich, Polen.
SAISON: Juni bis September.
Gut zu wissen:
EINKAUF: Die Beeren sollten glänzen, der Stiel frisch aussehen. Achten Sie darauf, dass sich zwischen
den Rispen kein Schimmel gebildet hat und die Schälchen nicht nass sind (zerdrückte Früchte!).
LAGERUNG: Beeren an den Rispen lassen und auf Küchenpapier nebeneinander ausbreiten. So können
sie im Kühlschrank max. 3 Tage aufbewahrt werden. Eingefroren 9-12 Monate haltbar.
INHALTSSTOFFE: Johannisbeeren, insbesondere die schwarzen, sind absolute Fitmacher! Sie enthalten
mehr als 3x so viel Vitamin C wie Zitronen, reichlich Vitamin E und Eisen. Pektine (lösliche Ballaststoffe)
fördern die Verdauung und senken den Cholesterinspiegel, ihre Farbstoffe schützen vor Zellschäden.