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Kirschen



STECKBRIEF: Botanik: Gehören zur Familie der Rosengewächse. Die Früchte zählen zum Steinobst. Herkunftsländer: Heimische Kirschen werden in nahezu allen Bundesländern angebaut. Importe kommen aus der Türkei, Italien, Spanien und Griechenland-insgesamt stammen 80 % der Weltproduktion aus Europa! Saison: Deutsche Süßkirschen von Ende Juni bis August, Sauerkirschen von Juli bis September. Importware ist schon etwas früher erhältlich. Einkauf: Nehmen Sie trockene, pralle und glänzende Früchte. Damit sie nicht ausbluten und schneller verderben, sollte der Stiel unbedingt dran sein. Ausnahme: die spanische Picota-Kirsche. Richtig reif löst sich ihr Stiel bei der Ernte, ohne die Haut zu verletzen. Lagerung: Die druckempfindlichen Früchte sollten möglichst rasch verbraucht werden, denn sie faulen leicht. Locker ausgebreitet halten sie sich im Kühlschrank maximal 2 Tage. Eingefroren (s. unten) 10-12 Monate. Verwendung: Während Sauerkirschen gut zum (Mit-)Backen, für Marmelade/Einmachen, Kompott und als herbsüße Beilage zu Fleisch geeignet sind, schmecken Süßkirschen am besten pur, in Desserts oder auf Torten. Das passt dazu: Kräftige Aromen wie Zimt, Piment, Vanille, Orange, Rum, Rot- und Portwein oder auch dunkle Schokolade. Das steckt drin: Kirschen enthalten viel Kalium, Betakarotin und Folsäure. Anthocyane, für die rote Färbung verantwortlich, wirken entzündungshemmend und schützen vor zellschädigenden freien Radikalen. Süß oder sauer ist keine Frage des Zuckergehalts, der ist bei allen Kirschen etwa gleich hoch. Aber die sauren Sorten enthalten fast doppelt so viel Fruchtsäure wie Süßkirschen.

Who is who? Es gibt ca. 600 Sorten. Der Geschmack ist unabhängig von der Farbe, die von hellrot, teils mit gelben Flecken, bis schwarzbraun variiert. Süßkirschen: Es werden Knorpel-(Knubber-)kirschen und Herzkirschen unterschieden. Erstere sind festfleischig und sehr aromatisch, die großen herzförmigen Früchte haben weicheres Fleisch. Sauerkirschen: werden in Weichsein und Amarellen unterteilt. Bekannteste Weichselsorte: die schwarzrote Schattenmorelle. Bastardkirschen: Kreuzung aus Süß- und Sauerkirschen. Hierzu zählen die hellroten Glaskirschen mit blassem Saft und Fruchtfleisch sowie die dunklen Süßweichsein.

So gehen Sie mit Kirschen richtig um: Kurz vor dem Verzehr mit weichem Wasserstrahl waschen. Abtropfen und evtl. trockentupfen. Erst nach dem Waschen die Stiele abzupfen. Früchte mit einem Kirschentkerner entsteinen. Zum Einfrieren lose auf einem Tablett verteilen, anfrieren. Dann in Gefrierdosen bzw. -beutet füllen.

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